Collection:
Ana Arte
Anastasiia Basanets, bekannt unter ihrem Künstlernamen Ana Arte, ist eine ukrainische zeitgenössische Künstlerin, die in Polen lebt und arbeitet. Ihre Beziehung zur Kunst begann mit einer professionellen künstlerischen Ausbildung, doch im Laufe der Zeit entwickelte sich ihre Praxis zu etwas zutiefst Persönlichem – zu einer Möglichkeit, sich selbst, andere Menschen und die emotionalen Spuren menschlicher Beziehungen zu verstehen. Nach einer Lebensphase, in der andere Bereiche ihres Lebens im Vordergrund standen, kehrte Basanets mit einem neuen Gefühl von Ziel und Klarheit zur Malerei zurück. Sie versteht die Leinwand nicht nur als Objekt, sondern als einen Raum, in dem Erfahrungen, Erinnerungen, Identität und Emotionen verarbeitet werden können.
Ihre Arbeiten bewegen sich in der Spannung zwischen dem, was ein Mensch zeigt, und dem, was verborgen bleibt. Basanets interessiert sich besonders für emotionale Verletzlichkeit, Nähe und Distanz, Verbundenheit, Verlust und Veränderung. Anstatt konkrete Ereignisse direkt darzustellen, übersetzt sie die emotionalen Spuren gelebter Erfahrungen in Farbe, Gestik, Textur und fragmentierte Formen.
Das menschliche Gesicht wurde zum zentralen Ausgangspunkt dieser Auseinandersetzung. In ihrer fortlaufenden Serie „Visages“ sind Gesichter und Augen keine Porträts bestimmter Personen. Sie stehen für innere Zustände – für jene Teile von uns, die bleiben, nachdem sich Beziehungen, Erfahrungen und das eigene Verständnis von Identität verändert haben. Ihre Gemälde entstehen in einem intuitiven, vielschichtigen Prozess: Bilder werden aufgebaut, verborgen, aufgebrochen und wieder sichtbar gemacht – ähnlich der Art und Weise, wie Erinnerung selbst funktioniert.
In ihrer Serie „Emotional Horizons“ erweitert Ana Arte diese persönliche Untersuchung auf urbane und räumliche Landschaften. Horizonte, Architektur, Licht und Farbe werden zu Metaphern für innere Zustände und emotionale Bewegungen. In beiden Werkgruppen interessiert sie sich für die unsichtbare Dimension menschlicher Erfahrung – für das, was sich nicht immer in Worte fassen lässt, aber dennoch spürbar bleibt.
Ihr künstlerischer Leitgedanke „I don’t paint people. I paint what remains of them“ – „Ich male keine Menschen. Ich male das, was von ihnen bleibt“ – beschreibt den Kern ihrer Arbeit: den emotionalen Abdruck menschlicher Begegnungen zu bewahren und persönliche Erfahrungen in etwas Universelles zu verwandeln.