Roger Louis Preston schloss sein Studium der Bildenden Kunst mit einem Bachelor of Fine Arts (Cum Laude) an der Virginia Commonwealth University (USA) ab. Seine Ausbildung in Bildender Kunst und Modedesign führte ihn zunächst zu einer erfolgreichen Karriere im Bereich Schaufenstergestaltung. Als Visual Director nutzte Preston diese Plattform, um seine künstlerischen Visionen in Malerei, Skulptur, Fotografie und Interior Design umzusetzen und innerhalb des begrenzten Raums eines Schaufensters eigene, immersive Bildwelten zu erschaffen.
Die Anerkennung seiner Arbeiten – die unter anderem als Kulissen für Installationen renommierter Unternehmen wie Hermès, Tiffany & Co., Barneys New York und Saks Fifth Avenue dienten – bestärkte ihn darin, sein Werk als eigenständige Bildende Kunst zu präsentieren.
Heute arbeitet Preston jenseits fester Kategorien und bewegt sich bewusst zwischen gegenständlicher und abstrakter Bildsprache. Seine Werke entziehen sich einer eindeutigen Zuordnung und entstehen in einer Vielzahl unterschiedlicher Techniken. Dabei kombiniert er unter anderem Ölstick, Ölfarbe, Firnis, Gips, Graphit, Kohle, Aquarell und Blattmetall zu vielschichtigen Oberflächen und atmosphärischen Kompositionen.
Zu seinen wichtigsten Einflüssen zählen sowohl die Alten Meister als auch Künstler wie Francis Bacon, Odilon Redon, Franz von Stuck, Frank Auerbach und William Turner. Das Erzeugen von Geheimnis und Mehrdeutigkeit steht im Zentrum seines Schaffens. Seine Werke laden dazu ein, Fragen zu stellen und eigene Deutungen zu entwickeln, ohne eine endgültige Antwort vorzugeben.
„Kunst sollte sich wie etwas Lebendiges anfühlen – offen für die Interpretation der Betrachtenden, ohne erklärt werden zu müssen.“
Über seine Arbeit sagt Preston:
„Den eigenen Weg zu finden, ist eine komplexe Aufgabe. Ich habe gelernt, dass man erst durch das Beschreiten vieler verschiedener Wege eine wahre Richtung entdecken und sich selbst verstehen kann. Meine Kunst handelt von Freude und Reue, Hoffnung und Verlust. Bilder von Licht und Dunkelheit sind Ausdruck des Lebens – in ihnen liegen jene Erfüllungen und Erschütterungen, die uns wachrütteln und uns bewusst machen, dass wir leben.“