Collection: Miriam Vida

„10.000 Tampons – das Leben vieler Frauen“ ist eine raumgreifende Installation aus 100 hängenden Tampons, die zwischen Ästhetik und Irritation oszilliert.

Die Arbeit setzt sich mit der Unsichtbarkeit der Menstruation sowie der gesellschaftlichen Normalisierung weiblicher Schmerzen auseinander. Sie macht sichtbar, was häufig verdrängt, tabuisiert oder als selbstverständlich hingenommen wird, und lädt dazu ein, den Blick auf menstruelle Erfahrungen neu zu richten.

Der Großteil der Tampons wurde künstlerisch bearbeitet und verweist auf individuelle Geschichten, körperliche Erfahrungen und die Vielfalt weiblicher Lebensrealitäten. Jeder einzelne trägt Spuren persönlicher und kollektiver Erfahrungen in sich und steht symbolisch für die oft unsichtbaren Belastungen, die viele Frauen im Laufe ihres Lebens begleiten.

Die unbearbeiteten Tampons bilden dazu einen bewussten Kontrast. Sie stehen für Unsichtbarkeit, Sprachlosigkeit und die gesellschaftlichen Leerstellen rund um Menstruation, Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit. In ihrer scheinbaren Neutralität verweisen sie auf all jene Erfahrungen, die häufig keinen Raum im öffentlichen Diskurs finden.

So bewegt sich die Installation zwischen persönlichem Zeugnis und gesellschaftlicher Reflexion und eröffnet einen Dialog über Körper, Schmerz, Sichtbarkeit und weibliche Selbstbestimmung.

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