Collection: Maximiliane Wittek

Maximiliane Wittek ist Fotokünstlerin und arbeitet an der Schnittstelle von Wahrnehmung, Landschaft, Körper und kulturellen Zusammenhängen. Ihre künstlerische Praxis verbindet Fotografie mit Artivismus und erforscht, wie sich Wahrnehmung verändert, wenn Licht, Farbe, Sinne und emotionale Erfahrung ineinandergreifen.

Ausgehend von einem Hintergrund in Kommunikationsdesign, Street Art und visueller Narration entwickelte Wittek eine Bildsprache, die Fotografie als Erfahrungsraum versteht. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Nähe und inszenierter Körperlichkeit und eröffnen neue Perspektiven auf Transformation, Resonanz und verkörpertes Wissen.

Durch den Einsatz analoger Prismen, natürlicher Lichtbrechungen und intuitiver Prozesse entstehen Werke, die weniger dokumentieren als vielmehr Wahrnehmung verschieben. In ihrem charakteristischen Stil, den sie selbst als „Prismatic Maximalism“ bezeichnet, verdichten sich Natur, Räume und innere Zustände zu intensiven, vielschichtigen Bildwelten. Licht wird dabei nicht nur als gestalterisches Mittel eingesetzt, sondern als Werkzeug, um verborgene Zusammenhänge sichtbar zu machen.

In ihren aktuellen Arbeiten setzt sich Wittek mit dem weiblichen Körper als Quelle von Erkenntnis, Erinnerung und kultureller Zuschreibung auseinander. Ihre künstlerische Praxis versteht sie als Form des Artivismus – als ästhetische und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Normen und Machtstrukturen, insbesondere im Spannungsfeld von Körper, Scham, Sichtbarkeit und archetypischen Bildern des Weiblichen.

Ihre Arbeiten laden dazu ein, Menstruationsblut neu zu betrachten – nicht als Objekt, sondern als eigenständigen Wissensraum. Dabei richtet sich ihr Blick gleichermaßen auf individuelle Erfahrungen wie auf größere ökologische, kulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge. Durch ihre Werke eröffnet sie Räume für Dialog, Reflexion und eine neue Form der Sichtbarkeit weiblicher Körpererfahrungen.

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