Collection:
Jose Mena
Ich bin José Mena, ein zeitgenössischer figurativer Keramikbildhauer, dessen Arbeit an der Schnittstelle von Ton, ethnografischer Forschung und gesellschaftlichem Wandel entsteht. Geboren in Spanien und geprägt durch viele Jahre des Lebens in Ländern wie Spanien, Schweden, Indien, Kambodscha, Uganda, den Philippinen und heute den Vereinigten Staaten, ist meine künstlerische Praxis das Ergebnis eines Lebens in Bewegung, geformt von den Kulturen, in denen ich gelebt habe, den Systemen, die ich erforscht habe, sowie den Erfahrungen und Widersprüchen, die mich begleitet haben und die ich nie ganz hinter mir gelassen habe.
Bevor ich mich der Bildhauerei zuwandte, arbeitete ich mehr als ein Jahrzehnt als Strategiedesigner im Bereich Human-Centered Design und soziale Innovation. Dabei kooperierte ich mit Organisationen wie den Vereinten Nationen, der WHO, UNICEF und Save the Children. Ich bin ausgebildeter Produktdesigner mit einem Masterabschluss in Architekturbeleuchtung und habe über 14 Jahre lang erforscht, wie Menschen mit Komplexität, Verletzlichkeit und Resilienz umgehen. Gemeinsam mit Gemeinschaften auf vier Kontinenten arbeitete ich mittels ethnografischer Beobachtung, tiefgehender Interviews und partizipativer Methoden daran, innovative Lösungen für ihre Herausforderungen zu entwickeln. Ton markierte jedoch einen Wendepunkt: einen Weg, von der Analyse zur Verkörperung zu gelangen, von Daten zu Präsenz.
Ich bin überzeugt, dass Ton eines der demokratischsten und emotional zugänglichsten Materialien der Kunst ist. Er bewahrt Erinnerung, Verletzlichkeit und Wahrheit gleichermaßen. Durch meine Skulpturen übersetze ich soziale Themen, die mich persönlich berühren, und gelebte Erfahrungen in eine physische Form. So können Geschichten nicht nur verstanden, sondern empfunden werden – und das sichtbar werden, was allzu oft übersehen oder zum Schweigen gebracht wird.
Ich bringe die stille Kraft des Zuhörens in den Ton ein und schaffe Werke, die Raum für Komplexität eröffnen. Durch die materielle Präsenz meiner Skulpturen lade ich zur Reflexion ein, bewege die Betrachtenden zu Empathie und letztlich zu Veränderung.