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Skulpturales Performance-Kostüm
- Handgefertigtes Unikat
PERIOD_O ist eine performative Auseinandersetzung mit dem Menstruationszyklus
als körperlich-emotionalem Prozess. Die Arbeit übersetzt zyklische Zustände in
Bewegung, Nähe und Präsenz und macht ein meist unsichtbares Erleben für das
Publikum physisch erfahrbar.
Die Performance beginnt in einem zurückgezogenen, nahezu abgeschlossenen
Zustand. Der Körper befindet sich in einer kokonartigen Form – geschützt, eingeengt,
nach innen gerichtet. Die Bewegung ist minimal, fragmentiert, als würde der Körper
gegen sich selbst arbeiten. Dieser Zustand steht für die Menstruation: Rückzug,
Schwere, ein Bedürfnis nach Isolation.
Langsam entsteht eine Veränderung. Der Körper beginnt, sich aus dieser Hülle zu
lösen. Bewegungen werden fließender, weiter, offener. Es entsteht ein Übergang von
Enge zu Expansion. Ein Aufblühen, das nicht plötzlich, sondern tastend und
organisch geschieht. Der Körper richtet sich auf, nimmt Raum ein, wird sichtbar.
In der dritten Phase tritt der Körper in eine klare Präsenz. Die Bewegungen sind
selbstbewusst, direkt und bewusst im Raum platziert. Der Körper zeigt sich, ohne
sich zu verstecken. Transparenz, Offenheit und Fluidität werden durch Bewegung
angedeutet und greifen die körperlichen Prozesse des Eisprungs auf, ohne sie
explizit darzustellen.
Diese Offenheit kippt allmählich in eine innere Spannung und geht in die letzte Phase
vor der Menstruation. Die Bewegung wird schwerer, repetitiver, teilweise
widersprüchlich. Der Körper wirkt gleichzeitig präsent und irritiert, als würde er von
inneren Stimmen begleitet oder gesteuert. Fragmente von Kritik, Zweifel und
Überforderung werden körperlich spürbar, ohne konkret ausgesprochen zu werden.
Der Zyklus nähert sich erneut einem Zustand des Rückzugs.
Die Performance arbeitet mit Nähe als zentrales Element. Die Performerin bewegen
sich bewusst durch den Raum und treten immer wieder in direkte Nähe zum
Publikum. Einzelne Momente entstehen, in denen Bewegungen vor einzelnen
Personen innehalten. Ein kurzer Stillstand, der Intimität erzeugt und die emotionale
Ebene verstärkt. Das Publikum wird nicht nur Beobachter, sondern Teil eines
unmittelbaren, körperlichen Austauschs.
Die Performance ist als zyklischer Ablauf gedacht, der keinen klaren Anfang oder
Abschluss im klassischen Sinne benötigt, sondern als wiederkehrende Erfahrung
gelesen werden kann.