sculpture
45 x 30 x 20 cm
plastic, rivets, acrylic spray paint
"wir bluten still, unser Schmerz wird überhört, unsichtbar gemacht."
In der Schaffung meiner Skulptur, habe ich festgestellt, dass der Menstruationszyklus nie still steht und ich mir wünschen würde, dass auch das in meiner Kunst zum Ausdruck kommt. Im kreativen Prozess ist es dazu gekommen, dass sich der Kleber, der Spikes im
Torso fixierte, gelöst hat und sie abgefallen sind. Was mich erst überrascht hat, ist
jetzt zu einem integralen Bestandteil des Prozesses geworden.
Denn es symbolisiert einen Kontrollverlust. Genau das selbe Gefühl, das man
empfindet, wenn man scheinbar aus dem Nichts, ein Ziehen oder Schmerzen im
Unterleib spürt; Schmerzen, die von einem Organ ausgehen, das bis heute weder
wirklich verstanden noch hinreichend erforscht ist.
Den Kontrollverlust, den alle erleben, die von der Gender pain gap betroffen sind,
kommt somit zum Ausdruck.
Denn die Gender Pain gap beschreibt die systemische Benachteiligung von Frauen*
und marginalisierte Körper im medizinischen System. Es fehlt an Informationen und
Sicherheit, die eigentlich zu unserem Leben dazugehören sollten.
Die Skulptur dient als eigenständige Mahnung daran, dass dieses Problem existiert.