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Öl auf Leinwand und Mixed Media ( Stiropor, Wolle)
Dieses Bild nähert sich Endometriose, einer oft versteckten, chronischen Erkrankung, die überwiegend Frauen betrifft. Die visionären Tentakel aus Wolle umschlingen die Leinwand und symbolisieren die vielschichtigen, langanhaltenden Schmerzen, die unsichtbar im täglichen Leben lauern. Die flächigen, organischen Linien stehen für die Kämpfe, die Betroffene im Körper und im Gesundheitssystem erleben: Zögern, Missverständnisse, Diagnose-Delay, aber auch Resilienz und Selbstermächtigung.
Aus feministischer Perspektive wird Endometriose nicht als isoliertes Individuum-Problem gesehen, sondern als gesellschaftliches Phänomen, das auf mangelnde Anerkennung, geschlechtsspezifische Gesundheitslücken und patriarchale Strukturen hinweist. Die Mischung aus Öl (konkrete, sichtbare Realität) und Wolle (weiche, verletzliche Oberfläche) verweist darauf, wie Schmerzen und Stille miteinander verwoben sind – sichtbar gemacht durch Kunst, aber dennoch oft tabuisiert.
Das Werk fordert den Betrachter auf, die Stimmen von Betroffenen ernst zu nehmen, medizinische Hürden kritisch zu hinterfragen und Endometriose als Teil einer größeren feministischen Gesundheitsdebatte zu sehen: Wir brauchen bessere Aufklärung, mehr Forschung, bessere Versorgung – und mehr Mitgefühl.