-
100 echte Tampons auf einem Ständer, 1 qm Fläche und 1,7 Meter Höhe
-
die meisten Tampons künstlerisch bearbeitet (Farbe, Glitzer)
-
Anordnung in unterschiedlichen Höhen
-
ein schwebendes, verdichtetes Feld
-
ruhig auf den ersten Blick, irritierend in der Erfahrung
-
Preis je Tampon: 22€
Die Installation 10.000 Tampons" besteht aus 100 echten Tampons, die an transparenten Fäden im Raum schweben. Ein Großteil von ihnen ist künstlerisch bearbeitet, während ein anderer Teil roh bleibt. Durch die Anordnung in unterschiedlichen Höhen entsteht eine dekorative Skulptur, die sich zwischen ästhetischer Ruhe und körperlicher Irritation bewegt. Auf den ersten Blick wirkt die Arbeit reduziert und fast ruhig.
Mit zunehmender Nähe verschiebt sich die Wahrnehmung: Das Material wird greifbar, die Wiederholung intensiv und die Assoziation körperlich.
Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen Reinheit und Störung, sowie Unsichtbarkeit und Sichtbarkeit.
Die weißen Tampons stehen für Normalität, für das, was gesellschaftlich kaum thematisiert wird. Für Unsichtbarkeit und Unfruchtbarkeit. Die bearbeiteten gehen auf individuelle Erfahrungen mit der eigenen Menstruation ein, aber auch mit dem Aufruf zur Normalisierung oder sogar zum Feiern von Menstruation.
Im Kontrast dazu bringen sieben mit echtem Menstruationsblut benetzte Tampons eine direkte Konfrontation mit körperlicher Realität in die Arbeit ein. Die "Glitzer Tampons" wirken daneben humorvoll oder karikaturesk. Während Ästhetisierung als zugänglicher Weg dienen kann, das Thema in den öffentlichen Raum zu tragen, muss auch die dahinterliegende Realität gezeigt werden. Das Menstruationsblut wurde von Karen Leicht,
Embodiment Mentorin, gespendet, da die Künstlerin selbst seit drei Jahren aufgrund einer hormonellen Therapie im Zusammenhang mit gesundheitlichen Bedingungen nicht menstruiert .