{"product_id":"lars-van-roosendaal-verurteilung-condemnation-1","title":"Lars van Roosendaal \/ Verurteilung | Condemnation","description":"\u003cul\u003e\n\u003cli\u003eMedium: \u003cmeta charset=\"utf-8\"\u003e\n\u003cmeta charset=\"utf-8\"\u003eAcrylic on canvas, mounted on stretcher frame\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e70 × 100 cm\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e2017\u003cmeta charset=\"utf-8\"\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eEin goldener, gesichtsloser, junger Mann steht gefesselt und nahezu entblößt auf\u003cbr\u003eeinem brüchigen Weg, der sich durch eine toxische, von Abgründen durchzogene\u003cbr\u003eHöllenlandschaft windet. Der Körper ist bis auf eine Unterhose nackt; die Fesseln\u003cbr\u003ean Hals, Händen und Füßen verankern eine visuell übersetzte Scham im felsigen\u003cbr\u003eBoden.\u003cbr\u003eDie Komposition thematisiert ein Spannungsfeld aus Begehren und Bedrohung,\u003cbr\u003einnerem Zweifel und äußerer Verurteilung. Zyklopische, phallisch anmutende\u003cbr\u003eMorchelgewächse fungieren dabei als doppelte Projektionsflächen: Sie\u003cbr\u003evisualisieren einerseits fremde Sexualität, andererseits die Wahrnehmung des\u003cbr\u003eeigenen Körpers. Der überdimensionierte Phallus wird als Symbol für Macht,\u003cbr\u003eBegehren und Ausschluss inszeniert – abgöttisch überhöht und zugleich Quelle\u003cbr\u003etiefsitzender Unsicherheit innerhalb maskuliner Sexualität.\u003cbr\u003eVerurteilung \/ Condemnation untersucht die Angst, einer Öffentlichkeit ausgesetzt\u003cbr\u003ezu sein, die queer gelesene Personen auf ihre Sexualität reduziert. Körperlose,\u003cbr\u003ezeigende Finger veranschaulichen Mechanismen von Zuschreibung, Erwartung\u003cbr\u003eund Kontrolle. Die schwebenden, allgegenwärtigen Augen verdeutlichen eine\u003cbr\u003eForm permanenter Sichtbarkeit, gespeist aus Lust, Bewertung und sozialer\u003cbr\u003eÜberwachung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cbr\u003eAuch die Selbstwahrnehmung wird verhandelt: das eigene Begehren, das eigene\u003cbr\u003eFleisch, das eigene Genital. Was konstituieren Sexualität und Körperbild im\u003cbr\u003eSpiegel der Anderen? Die Fesselung dient als Metapher für internalisierte\u003cbr\u003eGewaltverhältnisse – für ein entfremdetes Verhältnis zu einem Körper, der durch\u003cbr\u003eheteronormative Gesellschaftsstrukturen ebenso beansprucht wird wie durch eine\u003cbr\u003ephallozentrierte, übersexualisierte Schwulenkultur.\u003cbr\u003eDas Werk macht eine Erfahrung der Verlorenheit sichtbar – ein existenzielles\u003cbr\u003eAusgeliefertsein in einer Welt ohne verlässlichen Schutzraum. Es rückt\u003cbr\u003eEinsamkeit, Projektion, soziale Härte und die fragile Möglichkeit von\u003cbr\u003eSelbstbehauptung ins Zentrum der Darstellung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eVerurteilung \/ Condemnation versteht sich nicht als Ausdruck individueller\u003cbr\u003eSchwäche, sondern als präzise visuelle Analyse struktureller Machtverhältnisse –\u003cbr\u003ezwischen Norm und Abweichung, Selbstbild und Fremdwahrnehmung.\u003cbr\u003eDie Arbeit bildet zusammen mit Verbindung \/ Connection und Verbreitung \/\u003cbr\u003eContagion ein Triptychon – drei Zustände im Spannungsfeld zwischen Nähe und\u003cbr\u003eDistanz, Identität und Auflösung, Selbstschutz und Kontakt.\u003c\/p\u003e","brand":"Galerie Newman","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":58061394182476,"sku":null,"price":3332.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0943\/8842\/0940\/files\/Verurteilung_Condemnation_93b49e06-4b9c-4303-a4ba-eea8846a1504.png?v=1783851411","url":"https:\/\/www.galerie-newman.de\/products\/lars-van-roosendaal-verurteilung-condemnation-1","provider":"Galerie Newman","version":"1.0","type":"link"}