{"product_id":"ewa-mazur-joj-red-silence","title":"Ewa Mazur-Joj \/ Red Silence","description":"\u003cul\u003e\n\u003cli\u003eMixed media on canvas\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e50 x 50 cm\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eDie präsentierten Arbeiten beziehen sich auf die Erfahrung der Menstruation nicht als biologischen Fakt, sondern als Spannungsfeld zwischen dem natürlichen Rhythmus des Körpers und dessen kultureller sowie gesellschaftlicher Interpretation.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cmeta charset=\"utf-8\"\u003eIm Werk \u003cstrong\u003e„Red Silence“\u003c\/strong\u003e wird die Farbe Rot sichtbar, bleibt jedoch nicht neutral. Sie fungiert als Zeichen – als etwas, das mit Bedeutung aufgeladen und in den Bereich von Angst, Kontrolle und kultureller Projektion verschoben wurde.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cmeta charset=\"utf-8\"\u003eIn der Arbeit \u003cstrong\u003e„Between“\u003c\/strong\u003e zieht sich der Körper zurück. Es gibt keine direkte Darstellung und kein Rot. Das Natürliche wird verborgen und in einen Zustand von Stille und Spannung versetzt. Die Figur verbleibt zwischen Enthüllung und Schutz, zwischen Präsenz und Verschwinden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIn dieser Konstellation offenbart \u003cstrong\u003e„Blut ohne Gewalt“\u003c\/strong\u003e sein zentrales Paradox: Gewalt erscheint nicht als physischer Akt, sondern als Prozess der Interpretation. Das, was eigentlich natürlich ist, wird zu etwas umgedeutet, das Kontrolle, Distanz und Unsichtbarkeit erfordert. Die daraus resultierenden Konsequenzen tragen überwiegend Frauen – auf körperlicher, sozialer und ökonomischer Ebene.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDies betrifft nicht nur den Umgang mit Menstruation selbst, sondern auch die damit verbundenen materiellen Realitäten: Hygieneprodukte, reproduktive Entscheidungen und Care-Arbeit. Reproduktion ist dabei keine rein biologische Selbstverständlichkeit, sondern ein gesellschaftlich und ökonomisch strukturierter Raum, in dem sich Fragen von Verantwortung, Abhängigkeit und Entscheidungsfreiheit verschränken. Ob und wann eine Schwangerschaft stattfindet, ist heute häufig nicht allein eine biologische, sondern ebenso eine soziale und wirtschaftliche Entscheidung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese Logik setzt sich in gesellschaftlichen Strukturen fort, in denen reproduktive und fürsorgende Arbeit weiterhin ungleich verteilt und oftmals ökonomisch abgewertet wird – sichtbar unter anderem im Gender Pay Gap.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Bilder illustrieren diese Zusammenhänge nicht. Sie machen vielmehr die Konsequenzen sichtbar, die sich sowohl in Körpern als auch in gesellschaftlichen Strukturen eingeschrieben haben.\u003c\/p\u003e","brand":"Galerie Newman","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":57821069017420,"sku":null,"price":1200.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0943\/8842\/0940\/files\/Ewa-Mazur-Koj_Red-Silence_Acrylic-on-canvas_2022_50x50cm_d240490c-9758-4fa0-8c5d-15a17ae4e002.jpg?v=1781617189","url":"https:\/\/www.galerie-newman.de\/products\/ewa-mazur-joj-red-silence","provider":"Galerie Newman","version":"1.0","type":"link"}